Recht auf Rehabilitation /
Wege in die Behandlung

§ 9 SGB IX , Wunsch-und Wahlrecht des Patienten, sich die Rehaklinik zu wählen, die entsprechend dem Krankheitsbild, sowie familiären oder sozialen Gegebenheiten gerecht wird.

Der traditionelle Begriff „Kur” umfasst ein weit verzweigtes System von Vorsorge- und Kranheitsbehandlungen. In der neuen Sozialgesetzgebung (Sozialgesetzbuch – SGB) wird der Begriff „Kur” nicht mehr verwendet.
Der Gesetzgeber hat Voraussetzungen geschaffen, dass Menschen, die unter chronischen Erkrankungen leiden oder deren Leistungsfähigkeit im Berufsleben gefährdet ist, so früh wie möglich umfassende Hilfen zur Sicherung der Gesundheit, zumindest zur Linderung der Beschwerden erhalten können. Selbstverständlich werden diese Leistungen auch für Selbstzahler angeboten.
Für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) sind vor allem die folgenden Formen von Bedeutung:

Ambulante Vorsorgeleistungen: GKV § 23,2 SGB V

(bisher genannt: offene Badekur, ambulante Rehakur)

  • Voraussetzung: Bei Schwächung oder Gefährdung der Gesundheit. Eine ambulante Behandlungsmaßnahme am Wohnort reicht nicht aus oder ist nicht geeignet, den Eintritt einer Krankheit zu verhüten.
  • Kosten: Zuschuss für Unterkunft und Verpflegung bis 13,— €/Tag, Übernahme von 90 % der Heilmittelkosten und 100 % der ärztlichen Leistungen (erbracht durch einen Badearzt am Kurort). Selbstbeteiligung des Patienten: 10,-- €/Verordnung, 10 % der Heilmittel
  • Weg: Erwerbstätige und Nicht-Erwerbstätige gehen zuerst zum Arzt. Dieser stellt einen schriftlichen Antrag gemäß der Reha-Richtlinien bei der Krankenkasse, der Medizinische Dienst überprüft (Härtefallregelung) und bewilligt ambulante Vorsorgeleistung in anerkannten Kurorten (z. B. Bad Pyrmont). Der Patient wählt selbst die Unterkunft in geeignetem Kurort. (mehr: Hinweise zur Durchführung)

Stationäre Vorsorgeleistungen: GKV § 23,4 SGB V

  • Voraussetzungen: Gerechtfertigt, wenn weder eine ambulante Behandlung am Wohnort noch eine ambulante Vorsorgeleistung ausreicht.
  • Kosten: Selbstbeteiligung des Patienten 10 ,— €/Tag. Vollständige bzw. teilweise Befreiung von der Zuzahlung ist einkommensabhängig
  • Weg: zuerst zum Arzt – gleicher Prozess wie bei der ambulanten Vorsorgeleistungen –, der Patient und die Krankenkasse wählen eine Vertragseinrichtung (Rehaklinik, z. B. Klinik DER FÜRSTENHOF in Bad Pyrmont)

Ambulante Rehabilitation: GKV § 40,1 SGB V; GRV § 9 SGB VI

  • Voraussetzungen: Wenn die Krankheit (meist chronisch) eingetreten ist und eine ambulante Behandlung am Wohnort nicht ausreicht. Durchführung in wohnortnahen, auch teilstationären Einrichtungen; Übernachtung zu Hause.
  • Kosten: Volle Kostenübernahme, Eigenbeteiligung 10,— €/Tag
  • Weg: zuerst zum Arzt – gleicher Prozess wie bei der ambulanten/stationären Vorsorgeleistungen. Die Krankenkasse empfiehlt dem Patienten eine Vertragseinrichtung (Rehazentrum Königin-Luise-Bad Bad Pyrmont oder Rehaklinik DER FÜRSTENHOF Bad Pyrmont

Stationäre Rehabilitation: GKV § 40,2 SGB V; GRV §§ 9,31,2 SGB VI

  • Voraussetzungen: Wie bei der ambulanten Rehabilitation muss die Krankheit bereits eingetreten sein und weder eine ambulante Heilbehandlung noch eine ambulante Rehabilitation sinnvoll erscheinen und ausreichen
  • Kosten: Volle Kostenübernahme, Eigenbeteiligung 10,— € /Tag, Vollständige bzw. teilweise Befreiung von der Zuzahlung, ist einkommensabhängig
  • Weg: zuerst zum Arzt - gleicher Prozess, wie ambulante Rehabilitation. Patient oder Krankenkasse wählen eine Vertragseinrichtung (z. B. Klinik DER FÜRSTENHOF Bad Pyrmont)

Anschlussheilbehandlung (AHB) Anschlussrehabilitation (AR) stationär oder teilstationär GKV § 40,2 SGB V; GRV §§ 9 ff. SGB VI

  • Voraussetzung: Unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt wegen einer schweren Akuterkrankung oder nach einer schweren Operation wird eine Weiterbehandlung in einer Rehabilitationsklinik (z. B. DER FÜRSTENHOF in Bad Pyrmont) durchgeführt
  • Kosten: Selbstbeteiligung des Patienten 10,— € /Tag für max. 28 Tage, vollständige bzw. teilweise Befreiung von der Zuzahlung ist einkommensabhängig
  • Weg: Antragstellung unter Mitwirkung des Sozialdienstes, über den Stationsarzt des Krankenhauses.

Onkologische Rehabilitation:

Mehr: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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