Osteoporose Evaluations- / Diagnostikwoche
Osteoporose-Diagnostik in der Klinik DER FÜRSTENHOF
Der für die Osteoporose charakteristische Verlust an Knochenmasse, struktur und -funktion konditioniert zu Knochenbrüchen auch bei alltäglichen körperlichen Belastungen (sog. atraumatische Fraktur). Osteoporose ist also eine der chronischen Krankheiten des Bewegungsapparates, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erheblichen Einschnitten bei der Lebensführung und qualität der Patienten führt und dann erhebliche Aufwendungen bei der Versorgung dieser Patienten begründet.
Die Klinik DER FÜRSTENHOF erbringt für Patienten besondere Leistungen zur Evaluation einer optimalen zukünftigen Versorgung von Osteoporose-Patienten. Diese Konzeption wendet sich insbesondere an Menschen, bei denen eine Vermutung bzw. Manifestation von Osteoporose vorliegt und an Betroffene, die durch geeignete medizinische und begleitende rehabilitative Maßnahmen einem Fortschreiten der Krankheit einschließlich Folge und Begleiterkrankungen begegnen können.
Diese Leistungen können ausschließlich von der Klinik DER FÜRSTENHOF, Am Hylligen Bom 7, 31812 Bad Pyrmont, erbracht und gegebenenfalls, wenn eine Kostenübernahme vorliegt, der Krankenkasse in Rechnung gestellt werden.
Das Bad Pyrmonter Osteoporose Evaluationsprogramm beinhaltet alle gesundheitserziehenden und krankheitsevaluierenden Maßnahmen, die Voraussetzung für Pharmakotherapie sowie dauerhaft wirksame Rehabilitation (auch am Heimatort) sind.
- Feststellung des Schweregrades der Osteoporose (Densitometrie, morphometrische Analyse der WK Deformierung [Spine Deformity Index], im Einzelfall weiterführende Bildgebung)
- Feststellung der krankheitsbedingten Limitationen als Voraussetzung gezielter Gegensteuerung (Bestimmung von objektiven Kriterien, der Leistungsfähigkeit wie Muskelkraft und koordinationsfähigkeit, Sway = Messung des Standgleichgewichtes, Stadiometrie = Größenmessung),
- Feststellung pathophysiologischer Besonderheiten (klinische Untersuchung, Labor, bildgebende Verfahren, im Einzelfall histologische Untersuchung eines Knochenbiopsates),
- Feststellung von Besonderheiten des Knochenstoffwechsels zur Optimierung einer zukünftigen Pharmakotherapie
Der zuweisende Haus bzw. Facharzt erhält nach dem Aufenthalt einen Bericht mit Stellungnahme zu
- Krankheitsstatus
- Krankheitsursache
- Empfehlungen zu weiterführenden Maßnahmen
- Empfehlung zur spezifischen Therapie
- Stellungnahme zur therapeutischen Berücksichtigung einer eventuellen Grundkrankheit
- Gesamtprognose
Auf Wunsch erhält der Patient/die Patientin eine Kopie des Berichtes mit Erläuterungen, die die Situation in einer für den Patienten verständlichen Sprache darstellen.
Warum? Für wen?
Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, die zur Demineralisation und damit zum Strukturverlust führt. Dies führt zu Knochenbrüchen als Spätkomplikation.
Nicht jede diagnostizierte Osteoporose entspricht einer Sexualhormonmangel-osteoporose.
Ca. 2/3 Frauen und 1/3 Männer nach dem 50. Lebensjahr leiden an Osteoporose.
Bei ca. 40 bis 50% der Männer und bei ca. 10 bis 20% der Frauen wird die Osteoporose durch Erkrankungen und/oder Medikamente (z. B. Kortison) (dann werden sie als Sekundärosteoporose bezeichnet) verursacht, der differential-diagnostische Aufwand zur Erkennung der Sekundärosteoporosen ist relativ umfangreich.
Bei zunehmender Lebenserwartung (Frauen werden ca. 79 und Männer durchschnittlich 74 Jahre alt) ist eine rechtzeitige Diagnostik und Klärung der Ursache für eine spezifische Therapie dringend notwendig, um Frakturen und damit Folgekosten der Erkrankung zu verhindern und die Lebensqualität unserer Patienten auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.
Was führen wir durch:
- Knochendichtemessung/Röntgenuntersuchung
- DXA Messung der Wirbelsäule und des Schenkelhalses
- Röntgenuntersuchung der B/LWS, u. U. der Beckenregion oder für die Diagnose notwendiger anderer Skelettabschnitte. - Laboruntersuchungen
Durch die Laboruntersuchung lässt sich die Diagnose Osteoporose weder bestätigen noch ausschließen. Der Serumcalciumspiegel wird durch die calciumregulierenden Hormone fast immer im Normbereich liegen. Labor-untersuchungen sind trotzdem indiziert, weil Krankheiten, die zu sekundären Osteoporosen führen, diagnostiziert bzw. ausgeschlossen werden müssen. - Routinelabor:
- im Blut:
Großes Blutbild, BSG, Gamma-GT, AP, Kreatinin, Kalium, Calcium.
Immunelektrophorese (bei Indikation).
- Im Urin:
Proteinnachweis. - Hormonlabor:
Ausschluß hormoneller Ursachen (bei klinischem Verdacht):
- Schilddrüsenhormone (TSH, T3, T4)
- Sexualhormone (FSH, Östradiol 17-beta, Testosteron)
- Cortisoltagesprofil (bei Indikation) - Knochenspezifisches Labor:
- Parathormon
- 25-Hydroxy-Vitamin - D3
- 1,25-Dihydroxy-Vitamin -D3
- Knochen-Iso-AP
- Crosslinks (Pyridinolin, Desoxypyridinolin i.U.) - Knochenhistologische Untersuchung:
Zur endgültigen Klärung der Ursache der Osteoporose, besonders wenn es sich um Patienten der Altersgruppen (40. - 60./70. Lebensjahr) oder jünger handelt, kann eine histologische Untersuchung eines Knochenzylinders notwendig sein.
Hierzu entnehmen wir aus dem Beckenkamm (Spina iliaca ventralis) unter Lokalanästhesie einen im Durchmesser ca. 1 cm großen Knochenzylinder. Die histologische Untersuchung wird von Prof. Delling, Abtlg. für Osteopathologie, Universität Hamburg, vorgenommen.
Am Ende der Diagnostik
Abschlussgespräch mit dem Patienten.
Information des Patienten zum Umgang mit der Erkrankung „Osteoporose", Beratung zur Belastbarkeit, Hinweis auf Eigenverantwortung bezüglich der Ernährungsumstellung und der Bewegungstherapie.
Rücküberweisung des Patienten an den einweisenden Arzt, umfassende Epikrise, langfristige Therapieempfehlung.
Möglichkeit der telefonischen Beratung.
Aufenthaltsdauer/Kosten:
5 Tage (Anreise am Montag, Abreise am Samstag)
Preise auf Anfrage
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Weiterführende Informationen
Ihre Ansprechpartner
Christina Zumhasch
fuerstenhof@staatsbad-pyrmont.de
Tel.: 05281 151415
Fax: 05281 151412
Elke Schnitzler
fuerstenhof@staatsbad-pyrmont.de
Tel.: 05281 151415
Fax: 05281 151412