Geschichte
KLINIK DER FÜRSTENHOF

... wussten Sie schon, dass nirgends in Bad Pyrmont mehr berühmte Badegäste gewohnt haben als im „FÜRSTENHOF”? Bereits 1796 unternahm der preußische König, Friedrich Wilhelm II. wegen seiner angegriffenen Gesundheit eine Kur in diesem Hause, wogegen seine Mätresse, die schöne Wilhelmine, im fürstlichen Schloss residierte. Über 20 Reichsfürsten besuchten das Bad. Sogar den schwedischen König, Gustav IV. Adolf, hat man inkognito hier gesehen. Die Prinzessinnen Auguste und Luise erregten durch ihre geschmackvolle Einfachheit auf der Allee des Kurstädtchens mehr Aufsehen als die übrigen Damen der Gesellschaft. Luise hat in Bad Pyrmont durch ihre 1806 als Königin wiederholten Besuche ein bleibendes Andenken erfahren ...

Der Bau des Fürstenhofes wurde 1774 auf Veranlassung von Fürst Friedrich zu Waldeck und Pyrmont als Fürstliches Logierhaus errichtet. Mit den Niederlanden bestanden von Seiten des Landesherren enge Beziehungen, so dass das nötige Geld für das Bauwerk über holländische Anleihen beschafft werden konnte. Der gute Ruf der Pyrmonter Quellen war den durch Seefahrt und Handel reich gewordenen Holländern durchaus eine lohnende Investition wert.

Der moorige Untergrund am Brunnenplatz erforderte ein Fundament aus dicken Eichenbalken, auf dem der für damalige Zeiten sehr große Gebäudekomplex entstand ...
Nach Fertigstellung wurde international lobend erwähnt, dass das meist besuchte Modebad Deutschlands, nämlich Pyrmont, endlich angemessene Logis für Gäste höchsten und mittleren Standes bereithalte.

Damals gab es keine Krankenversicherung. Da gab es auch noch nicht vieles, wofür eine Krankenversicherung hätte zahlen sollen. Sogar eine Blinddarmentzündung endete tödlich, weil die rettende Operation nicht vorstellbar war. Medizin in diesen Tagen musste bescheiden sein. Und trotzdem suchten Menschen Heilung, wenn Krankheiten ihnen das Leben schwer machten. Dennoch waren Ärzte in dieser Zeit nicht hilflos. Medizin diente und dient auch heute nicht ausschließlich der Lebensrettung, sondern auch dazu, das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit zu steigern. Diese Mittel kannten schon vor 2000 Jahren die alten Griechen und wandten sie im klassischen Hellas an. Gesundung fand man dort nicht nur durch die klassische Medizin, sondern auch durch Meditation im Tempel oder kulturelle Erbauung im Theater.

Die Kurorte der vergangenen Jahrhunderte führten diese Form der medizinischen Betreuung konsequent weiter.
Heute ringen die technischen Leistungen moderner Medizin uns Staunen und Bewunderung ab. Viele haben allerdings darüber vergessen, dass nach wie vor viele Menschen an Krankheiten leiden, die den Alltag mühsam und qualvoll gestalten und die Aktivität und Mobilität massiv einschränken.

Der Kurort, dem gelegentlich schon nachgesagt wurde, dass er nun mit dem vergangenen Jahrhundert abgelegt werden könne, verdient heute neue Berechtigung, schöpft Lebenskraft für sich durch gesundheitliche Unterstützung für andere. Heute steht die Medizin des Kurortes allen zur Verfügung. Und gerade dieses Haus, das einmal als „Hof” für Fürsten gebaut wurde und heute als Klinik „DER FÜRSTENHOF” in neuem Glanz erstrahlt, soll ohne Ansehen der Krankenkasse und des Kontostandes dazu dienen, Menschen die hier Heilung und Genesung suchen, ein wahres Zuhause und eine Stätte der Gesundung zu sein.

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